Bereits als 5-jähriger bestieg Reinhold Messner, in Begleitung seines
Vaters, den ersten Dreitausender. Ein Leben als Grenzgänger folgte.
Seit 1969 unternahm er mehr als hundert Reisen in die Gebirge und Wüsten
dieser Erde. Ihm gelangen viele Erstbegehungen, die Besteigung aller
14 Achttausender ohne künstlichen Sauerstoff sowie der „seven
summits“, die Durchquerung der Antarktis, der Wüsten Gobi und
Takla Makan sowie die Längsdurchquerung Grönlands.
Im Gegensatz zu modernen Abenteurern geht es Reinhold Messner weniger
um Rekorde, als vielmehr um das Ausgesetztsein in möglichst
unberührten Naturlandschaften und das Unterwegssein mit einem Minimum an Ausrüstung. Er folgte dem von Albert Frederick Mummery proklamierten „By fair means“ am Nanga Parbat, Fridtjof Nansens „Ruf des Nordens“ ins Packeis der Arktis und durchquerte die Antarktis über den Südpol nach einer Idee von Ernest Henry Shackleton. Den Möglichkeiten des Kommunikations- zeitalters setzt er sein Unterwegssein als Fußgänger gegenüber und verzichtet auf Bohrhaken, Sauerstoffmasken und Satellitentelefon - ein Anachronismus zwar, der aber der Wildnis ein unerschöpfliches Erfahrungspotential bewahrt.
Freitag, 02. Oktober 2009
