Auf die Expeditionen Ost-Grönland und Spitzbergen blickt Arved Fuchs
mit seinem Vortrag „Der Ruf des Nordens“ zurück. Bei beiden
Touren stand der Klimawandel an vorderster Front. Mit seinem Expeditionsschiff
„Dagmar Aaen“ erkundete Fuchs zunächst die sehr selten besuchte
Ostküste Grönlands. Im Jahr 2006 suchte Fuchs das Gespräch mit den Einheimischen
vor Ort, neben der Möglichkeit der wissenschaftlichen Untersuchung wählte
er den Weg der Wahrnehmung, um das Phänomen des Klimawandels zu dokumentieren.
Auch ein Jahr später beschäftigte sich die Mannschaft mit der gleichen
Thematik bei der Umrundung des Archipels Svalbard im Nordatlantik.
Während der Umrundung segelte die „Dagmar Aaen“ nördlich
des 82. Breitengrades, die kürzeste Entfernung zum Nordpol betrug gerade
einmal 502 Seemeilen - derart weit nördlich war es bisher nicht möglich,
mit einem Segelschiff zu fahren. Doch durch den Klimawandel und das
somit schmelzende Packeis konnte eine Umrundung Svalbards leicht durchgeführt
werden.
Sein schlimmstes Erlebnis mit seinem Expeditionsschiff, erlebte er in
Sibirien, als sie mitten im Packeis in einen schweren Sturm gerieten.
Wie gewaltige Hammer schlugen die Eisschollen auf den Rumpf ein. Eine
Scholle riss zugleich das Steuerruder ab. Andere Schiffe wären zermahlen
worden, sein Kutter hat es jedoch geschafft.
Donnerstag, 18. März 2010
