Mehrere Monate lebte Tobias Hauser auf Kuba. Mit gekonntem Blick für
Details schafft er es, die Einzigartigkeit des Landes, und die Kuriositäten,
die nach der nunmehr vierzig Jahre währenden Castro-Epoche allgegenwärtig
sind, einzufangen. Die mühselige Handarbeit beim Tabakanbau und seine
Weiterverarbeitung, die knochenharte Arbeit der Zuckerrohrernte oder
das Leben der Campesinos in den Bergen sind realistische Motive und
Geschichten für Tobias Hauser.
Spektakulär sind nicht nur seine Aufnahmen der alljährlichen Kundgebung
am 1. Mai, sondern auch seine authentischen Portrait- Aufnahmen, welche
die multikulturelle Mischung und die Lebensfreude des kubanischen Volkes
eindrucksvoll widerspiegeln.
Seitdem sich Kuba für westliche Besucher geöffnet hat und die touristische
Infrastruktur deutlich ausgebaut wurde, steht es als Reiseland hoch
im Kurs.
Die Bilder von Tobias Hauser machen neugierig auf das Entdecken des
Landes, auch abseits von touristischen Wegen und karibischen Stränden.
»Alle träumen von Cuba«, schrieb der cubanische Romancier Miguel Barnet
einmal, und noch immer scheint der Traum nicht ausgeträumt.
Donnerstag, 13. November 2008