Wer in Irland reist, findet sie überall: die Spuren einer Jahrtausende
alten Besiedlung und einer wechselvollen Geschichte: Dolmen, Hügelgräber,
Normannenburgen, Schlösser, Herrenhäuser und die einfachen Katen der
Bauern. Vieles davon ist zerfallen, aber eine Institution hat den Jahrhunderten
getrotzt: das Pub.
Einige dieser ur-irischen Kneipen blieben bis heute nahezu unverändert
und ihre Atmosphäre lässt die Gegenwart vergessen. Eine Gegenwart, die
Irland als geteiltes Land zeigt. Belfast ist dafür Sinnbild. Die unbekannte
große Stadt des Nordens gilt als Zentrum jahrzehntelanger Unruhen. Sie
ist gezeichnet, aber nicht gebrochen.
Natürlich wandelt sich auch Irland. Aber noch immer finden sich zahlreiche
Plätze, wo die Menschen sich nur ungern dem Diktat der Uhr beugen.
Dort hat Irland seinen eigenen Takt bewahrt - den Takt einer Insel am
Rande der Zeit.
Der Europa-Spezialist Hartmut Krinitz bereist Irland seit über 20 Jahren.
„Insel am Rande der Zeit“ die aktuelle Medienreportage zu einem Land,
das seine zweite Heimat geworden ist.
Freitag, 23. Januar 2009