Am 29. Mai 1953 standen Edmund Hillary und Sherpa Tensing Norgay
auf dem Gipfel des Mount Everest (8850 m), dem höchsten Berg der
Welt – als erste Menschen. So schreiben es die Geschichtsbücher.
Doch schon neunundzwanzig Jahre zuvor hatten die Engländer George
Mallory und Andrew Irvine eine Besteigung versucht. Am 8. Juni
1924 wurden sie nur dreihundert Meter unterhalb des Gipfels zum
letzten Mal gesehen, bevor sie in den Wolken verschwanden. Um
ihr Verschwinden rankt sich das größte Geheimnis in der Geschichte
des Bergsteigens: Hatten Mallory und Irvine vor ihrem Tod den
Gipfel erreicht und waren somit die wahren Erstbesteiger des Mount
Everest?
In seinem Vortrag „Die Geister des Mount Everest“ erzählt der Alpinhistoriker
Jochen Hemmleb vom Geheimnis um Mallory und Irvine, von den langjährigen
Vorbereitungen der Suche am Everest, von ihren Ergebnissen und
von den gelösten und ungelösten Fragen im „Fall Mallory & Irvine“.
Es ist eine packende Detektivgeschichte, welche in einer Bad Homburger
Wohnung beginnt und mit einem atemberaubenden Fund auf 8160 Metern
in der Nordflanke des Mount Everest endet…
Jochen Hemmleb war Co-Initiator der „Mallory & Irvine Research
Expedition“ zum Mount Everest, welcher die Entdeckung des 1924
verschollenen George Mallory gelang.
Samstag, 18. November 2006