Special Guest 4. Internationales Medienfestival
War das nun Kabarett oder Comedy? Apulien oder Rottweil? Ist Heini
Öxle mehr Zauberer oder Moritatenerzähler, oder stammen seine
Witze doch noch von den Oberstufenpartys von damals?
Bei Öxle, dem Gewinner des baden-württembergischen Kleinkunstpreises
2005, ist alles möglich. Oder, wie „isse sage die Italiener“,
tutti è possibile. Italien und Germania, der Italiener (Sonnenbrille,
Hand im Schritt) und der Deutsche (kurze Hosen, braune Socken)
stehen sich da als konträre, doch schicksalhaft verbundene Charaktere
gegenüber, die sich irgendwie ergänzen
Erfreulich dabei ist, dass Heini Öxle sich gar nicht erst auf kulturhistorisch-ethnologische
Höhenflüge begibt, sondern sich auf die naheliegendsten Klischees
konzentriert: Spaghetti al funghi contra Saure Kutteln, „Ausschlafen
bis zehn“ gegen Frühschicht bis abends.
Zusätzlichen Reiz gewinnt Heini Öxles „Inländer“-Programm durch
das völlig gelöste, unaufgeregte Wesen des Darstellers und der
Art seiner Präsentation. Die verblüffendsten Zaubertricks kommen
genauso unprätentiös wie die plattesten Blödelwitze.
Sonntag, 25. März 2007